Neues Naturschutz und Tourismusprojekt Wemeteigenalm


 

Die aktuelle Situation Wanderweg Grünwaldalm zur Wemeteigenalm und Steinplatte Gipfel.

Derzeitig verläuft der Weg ohne Sicherungen direkt auf der sich unten im Bild befindlichen 10m hohen Felskante.

Oberhalb aus Sicherheitsgründen nicht genutzte Weideflächen.

 

Jahlingsgämsen bei dem vergeblichen Versuch hier zu Grasen.

 

Bestehender Hanganriss oberhalb des Wanderweges

 

Hanganriss erkennbar am vertrockneten Gras

 

 Zeugen einer vergangenen Vegitation die man durch eine Wegverlegung wiederbeleben könnte.

 

 

Der derzeitige Weg ist entstanden als die Almen noch mit Rindern und gleichzeitig Haltbarmachung eines der Hauptprodukte der "Milch" bewirtschaftet wurden. Zu dieser Zeit waren die Hütten im Sommer bewohnt. Es wurden möglichst kurze Verbindungen zwischen den Gebäuden gesucht und geschaffen. Der Weg führt durch sehr steiles nicht mit Bäumen bewachsenes Gelände an der untersten Zaungrenze der Alm. Wegursprung ist Zaunerrichtung. Die Personenfrequenz auf den Verbindungswegen war sehr gering. Durch die ständige Zunahme des Tourismus, Steinplatten Straße wurde als Mautstraße ausgebaut, Bau einer Gondelbahn auf die Steinplatte und der propagierten Freizeitaktivität wandern änderte sich das tägliche Personenaufkommen stark nach oben. Die Felswände der Steinplatte und die anschließende Sonnwendwand ist unter Insidern eines der schönsten klettergebiete der Welt mit einer Routenzahl von über 400! Nach Beobachtungen wird derzeit alle 10Minuten der Weg begangen. In der Früh von Kletterer, tagsüber von Wanderer und abends bis nachts wieder von Kletterer. Die 400 Routen sind über die Felswand verteilt und der derzeitige Wanderweg führt in einem beträchtlichen Abstand zu dieser. Somit nützen die Kletterer ein Stück den derzeit bestehenden Wanderweg und gehen dann Querfeldein zu ihrem Einstieg an der Wand. Das gesamte Gebiet oberhalb des Wanderweges wird somit durchkämmt. Gämsen, die in diesen Steilflächen ursprünglich geweidet haben, werden nach unten in den Wald abgedrängt da es dort keinen Wanderweg gibt und daher kaum eine Störung stattfindet. Es handelt sich hier um einen Schutzwald, der die unterhalbliegende Siedung schützen soll! Hier ist nachweislich die Kinderstube der Gämsen. Als die Alm noch mit Milchkühen bestoßen war wurden von den Sennerinnen das Jungvieh rechtzeitig im Frühsommer auf diese steilen Weiden geleitet, um sie zu beweiden und zusammen mit den Gämsen entstand eine dichte artenreiche halbtrocken- und trockenrasen Gesellschaft. Derzeit sind in diesem Wegbereich keine weidenden Tiere anzutreffen wegen ständiger Störung durch Fußgänger! Weidetiere kann man derzeit auch nicht hinleiten, weil die Gefahr von Unfällen mit Kühen dadurch herausgefordert werden würde. Der Weg hat hier eine Breite von 30cm im ausgesetzten und Absturz gefährdeten Gelände.  Die Artenvielfalt, darunter nachweislich die anzahl der geschützten Pflanzen nehmen ständig ab, höher wachsende Pflanzen und langes Gras nehmen zu und legen sich wie ein Teppich über die schützenswerte Vegitation und die Erosion des Bodens nimmt seinen Lauf. "Artenreiche" Kulturlandschaft wird durch Nichthandeln, in diesem Fall sogar sinnloserweise, unwiederbringlich zerstört! Die Gefahr von Steinschlag und Lawinen nimmt dadurch ständig zu. Die fehlende Beweidung der Gräser führt zu vermehrten Blaiken und Anrissen auf Grund von Schneegleiten im Winter.

Die Lösung:

Verlegung des bestehenden Weges im Einklang mit der Natur mit großen Verbesserungen.

Folglich nach der Verlegung des Weges seltenes Vorhandensein von Menschen mit oder ohne Hunde in dem Bereich oberhalb der Kinderstube der Gämsen hat anzunehmende Auswirkungen:  Gamsgeißen mit ihren Kitzen werden diese direkt angrenzenden Weideflächen wieder aufsuchen und auch dort zunehmend länger verweilen. Das Einstandsgebiet wird aus dem Wald in das ursprüngliche und artgerechte Habitat verlegt. Das Rudel hat derzeit eine Größe über 15 Muttertiere. Durch die örtliche Steilheit und südseitige Lage gibt es in diesem Höhenbereich im Mai bereits ausreichend Futter. Diese Zeit ist vorausgesetzt keine Verlegung des Weges besonders schlecht für die Natur, kausal zur selben Zeit beginn auch die Wander- und Klettersaison. Das einzige vorstellbare Gegenargument zur Wegverlegung wäre der beabsichtigte Abschuss der Gämsen in diesem Gebiet, mit der berechtigten Begründung den Schutzwald muss man unbedingt erhalten,  und man braucht dazu logischerweise Vorweis bare Forstschäden die aber nur auftreten wie bei der derzeit regelmäßigen Beunruhigung der Gämsen. 

Kletterer wollen den kürzesten Einstieg zu ihren Routen. Durch die Verlegung des Weges nach Oben mit Sicherheitsabstand zu der Wand wird dieses Ziel erreicht.  Die Zustieg Wege verkürzen sich auf jeden Fall und manchmal sogar um mehr als 50%. Bei 400 Routen macht das sehr viel aus. Bis jetzt gehen die Kletterer ein Stück des aktuellen Wanderweges und danach auf maskierten aber auch zu einem großen Teil auf unmarkierten Wegen zu den Einstiegsstellen. Wer das Gelände kennt macht auch Abkürzungen. Durch diesen derzeitigen Zustand gibt es in diesem Gebiet keine unberührten Bereiche mehr.

80% der Wanderer auf den betroffenen Weg haben als Ziel oder Ausgangspunkt die Gondelbahn oder den Parkplatz Steinplatte.  Die Höhenmeter der Wanderung sind folglich gering, aber man befindet sich trotzdem in einer nahezu unverbauten Natur. Durch die Verlegung des Weges weg vom derzeit sehr sensiblen Bereich würde der Rundweg wesentlich kürzer aber ohne seine Attraktivität zu verlieren. Der Bereich des Weges wo Weide durch Mutterkuhhaltung stattfindet würde nach der Verlegung nahezu 0 sein. Die Alm könnte im Bereich des alten Weges wieder bestoßen werden. Man hätte die unterschiedlichen Interessensgruppen auf einen Weg kanalisiert, der von einem natürlichen Latschenzaun umgeben ist.

Erhöhte Sicherhet für alle Wegbenutzer und

Vorteile für Schutzwald!

Vorteile für Kletterer!

Vorteile für Wanderer!

Vorteile für Almbauern!

Vorteile für geschützte Pflanzen und Insekten!

Die Besonderheit des Gebietes wird auch in der Biotopkartierung von Waidring explizieht hervorgehoben.

 

 

Bauausführung:

Betroffenes Gelände für neue Naturschutz Berme ist zum Großteil Felsabbruchmaterial mit Latschen überwachsenen. Da die Abbruchfelsen zum Teil sehr groß sind braucht man entsprechend schweres Material. Ein 28t Bagger mit entsprechendem Meißel und Steinbrecher ist geeignet die Felsen zu zerkleinern und richtig hinzulegen. Kein Eintrag von Fremdmaterial. Die von Natur aus begonnener mechanischer Zerkleinerung einfach beschleunigen und bereits in der unmittelbaren Nachbarschaft bestehende Biotope werden das neue Terrain erobern. In einem geeigneten Bereich sollte ein Teil der Trasse so belassen werden das ein durchfahren mit einem Geländefahrzeug oder Mountainbike nicht möglich ist.

 

Bestehender Wanderweg 

Neuer Wanderweg

Neue Verbindungssteige für Geübte

 

 

 

Aufzulösender Wanderweg